Druckverfahren
Bei den Druckverfahren für übliche Printmedien wie Broschüren, Visitenkarten oder Flyern unterscheidet man grob zwischen Offsetdruck und Digitaldruck. Die Verfahren weisen einen wesentlichen Unterschied auf. Im Gegensatz zum Offsetdruck kommt das Druckverfahren des Digitaldrucks komplett ohne eine Druckplattenherstellung aus.
Digital aufbereitete Daten werden direkt vom Computer auf die Maschine übertragen. Teure Rüstkosten und Druckvorstufenleistungen entfallen somit. Allerdings ist der Digitaldruck auch mit Nachteilen verbunden. Bei hohen Auflagen reicht die Verarbeitungsgeschwindigkeit nicht aus, um wirtschaftlich zu arbeiten. Ebenso ist die Qualität eines Digitaldrucks meist schlechter als die eines professionellen Offsetdrucks. In der Regel wird beim Digitaldruck nur auf Standardfarben zurückgegriffen. Die Darstellung von bestimmten Sonderfarben ist nicht immer durchgängig möglich.
Das digitale Druckverfahren eignet sich je nach Produkt für kleine Auflagen bis zu 500 Stück. Benötigt man höhere Auflagen, eine bessere Qualität oder mehr als vier Farben, empfiehlt sich der Offsetdruck, auch Bogenoffsetdruck genannt. Bei diesem Druckverfahren sind jedoch Rüstkosten und Plattenkosten zu berücksichtigen, die bei höheren Auflagen entsprechend amortisiert werden. Bei Nachdrucken werden in der Regel keine neuen Platten benötigt. So kann man teilweise auf die alten Platten zurückgreifen.
Handelt es sich bei Aufträgen um Auflagen im sechsstelligen Bereich oder enthalten Druckobjekte wie Kataloge beispielsweise mehrere hundert Seiten, so sollte man neben dem Bogenoffsetdruck auch ein weiteres Druckverfahren, den Rollenoffsetdruck, berücksichtigen. Wie der Begriff bereits sagt, wird beim Rollenoffsetdruck direkt von einer Papierrolle gedruckt. So kann die Druckgeschwindigkeit und Rentabilität weiter gesteigert werden.
Die Plattenherstellung im Offsetbereich hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt, um die Kosten zu minimieren. Musste man bis vor Kurzem in einem sehr aufwändigen Prozess griechischen Naturstein, so genannten Lithos, für die Druckplattenbelichtung bearbeiten, so wird die Druckplatte heute üblicherweise im so genannten CtP-Verfahren (Computer to Plate) digital belichtet. Die Kosten für Lithosherstellungen im Vorstufenbereich entfallen also mittlerweile. In den neuesten Entwicklungen versucht man bereits, Seiteninhalte direkt an den Druckzylinder der Maschine zu senden, so dass das Aufziehen der Platten auf den Druckzylinder zukünftig auch entfallen könnte.
